Energieteam

Seit einigen Jahren arbeitet an der VGS Gehrde das Energieteam unter der Leitung von Mechthild Imwalle. Das Team trifft sich einmal wöchentlich, zurzeit jeden Montag in der 6. Stunde, und zu weiteren Aktionen. In jedem Jahr nehmen aus den beiden dritten und vierten Klassen jeweils zwei SchülerInnen teil, um zu folgenden Themen zu Arbeiten:

  • Projekt „Zu Fuß zur Schule“
  • Projekt „Gesundes Frühstück“
  • Schulgarten
  • Müll: Papier
  • Modul: Wasser

Über aktuelle Projekte informiert das Energieteam unter der Rubrik News.

Hier ein Foto des aktuellen Teams 2015/16:

Energieteam 15/16

(Marie Wilhelm, Thomas Scheermann, Selin Zentner, Niklas Reinermann, Kira Buchmüller, Lukas Braun, Lara Widdel, Alex Töws)

 

Unsere Chronik:

Im Oktober 2011 stellte Herr Christiansen von der „Biologischen Station Haseniederung“  das Projekt „Energie-Team“ in der Verlässlichen Grundschule Gehrde vor. Das Projekt wird vom „Bund für Naturschutz“ verwaltet.

Das Energie-Team setzt sich aus je zwei Schülern pro Klasse aus den Jahrgängen 3 und 4 zusammen. Begleitet wird die AG von der Lehrerin Mechthild Imwalle, unterstützt vom Hausmeister Ralf Barkau.

Ziel des Projektes ist die Einsparung des CO2-Verbrauches in der Schule. Welches Verhalten ist notwendig, um Energie zu sparen (bis zu 20% sind möglich).

Inhaltlich werden verschiedene Module bearbeitet: Gebäudemantel – die Haut unserer Schule, Heizung – immer klimafreundlich, Strom – damit uns ein Licht aufgeht und Wasser – unser wichtigstes Lebensmittel.                 Herr Christiansen gibt zu allen Themen eine Einführung. Danach nehmen die SchülerInnen Daten auf und entwickeln Verbesserungsvorschläge zur Energieeinsparung. Die SchülerInnen führen viele Aktionen durch, sie überlegen, schlussfolgern und planen.

 

Modul Gebäudemantel

Zunächst untersuchten die SchülerInnen die Außenmauern des Schul-gebäudes und der Turnhalle. Da das Gebäude 2009/10 energetisch renoviert wurde, konnten die Ergebnisse mit denen der Turnhalle verglichen werden. Es wurden Art, Dicke, Aufbau und Isolierung der Außenmauern, dann die Art und Isolierung des Daches und welche Fenster die Schule hat.

Im Schulgebäude und in der Turnhalle sind 2-Scheiben-Wärme-Schutz-Verglasung, in den Toilettenräumen jedoch noch Fenster mit Einfachglas. Dort haben die Schüler die Temperaturen gemessen und natürlich Unter-schiede festgestellt.

Sie wandten sich mit den Ergebnissen an den Bürgermeister Günter Voskamp und den Gemeinderat. Diese beabsichtigen, die alte Turnhalle zu renovieren und eine neue Turnhalle in Passivhaus-Bauweise zu errichten. Sie wurde 2015 eingeweiht.

 

Modul Stromversorgung

Zunächst suchten die SchülerInnen die Stromquellen in unserer Schule:   Sie fanden in 27 Räumen 180 Lampen  und 87 Geräte, die Strom ver-brauchen.

Sie setzten sich zum Ziel, den Stromverbrauch zu reduzieren und star-teten die Aktion: Licht aus!  Das Energie-Team las jede Woche den Stromverbrauch ab und kontrollierte in allen Pausen und nach Unter-richtsschluss, ob die Klassen das Licht ausgeschaltet hatten. Die Beobachtungen hielten sie in einer Tabelle fest und veröffentlichten sie an einer Infowand.

Obwohl nur wenig Strom gespart wurde (Heizung brauchte mehr Strom wegen vieler Frosttage) motivierten sie ihre Mitschüler zum Weiter-machen. An allen Klassentüren wurden selbsterstellte Schilder „Licht aus!“ angebracht. So werden alle beim Hinausgehen darin erinnert, das Licht auszuschalten und damit Strom zu sparen.

Stromverbrauch (Stromzähler)

In einer Woche: Mo. 14.01.2013, 13.00 Uhr: 101.752,8 kWh

Mo. 21.01.2013, 12.30 Uhr: 102.078,9 kWh

Differenz:  326,1   kWh

Mo. 28.01.2013, 12.30 Uhr: 102.467,0 kWh

                                                     Differenz:  388,1  kWh

Mo. 04.02.2013, 12.30 Uhr:102.644,7 kWh

Mo. 11.02.2013, 12.30 Uhr: 102.988,3  kWh

                                                     Differenz: 343, 6  kWh

Auswertung:

Der Stromverbrauch hat sich kaum verändert, obwohl alle Klassen nach den Pausen und nach Unterrichtsende das Licht ausschalten sollten.

Vielleicht wurden im Unterricht mehr Lampen eingeschaltet, weil es an den Vormittagen immer stark bewölkt war.

Vielleicht wurden auch viele Geräte, z.B. die Computer im Unterricht gebraucht.

 

Modul Mobilität

Da täglich vor dem Schulhof ein Verkehrschaos entsteht, weil viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, regte das Energie-Team an, diesen Zustand zu ändern.

Zunächst erstellten sie einen Fragebogen: „ Wie kommst du zur Schule?“, und werteten ihn aus. Ergebnis: 34 % der Schüler kommen mit dem Auto. Auf der Ortskarte von Gehrde wurden die Entfernungen in Metern errechnet und dann ausgerechnet, wie viel CO2 pro Kilometer ausgesto-ßen wurde. Das Ergebnis erschreckte alle:

    1 Million CO2 gefüllte Luftballons jährlich in Gehrde

Das Energie-Team informierte die Eltern in einem Brief  und rief zur Aktion Autofreier Schultag   auf.

Jeden Mittwoch machte das E-Team in allen Klassen eine Abfrage: „Wer ist mit dem Auto, wer mit dem Bus, wer mit dem Fahrrad und wer zu Fuß zur Schule gekommen?“

Außerdem informierten sie alle von einer nachhaltigen Mobilität. SchülerInnen bewegen sich regelmäßig und stärken damit ihre Abwehr-kraft, schulen ihre motorischen Fähigkeiten, stärken ihr Selbstvertrauen und machen praktische Erfahrungen im Straßenverkehr.

LehrerInnen freuen sich über besser konzentrierte SchülerInnen im Unterricht.

Eltern haben keinen Zeitdruck mehr, stehen in keinem Stau und gewähr-leisten eine höhere Verkehrssicherheit vor der Schule.

Der größte Gewinner ist jedoch die Umwelt. SchülerInnen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, stoßen kein CO2 aus (20% in Deutschland durch den Straßenverkehr).

Im 2. Halbjahr 2014/15 wurde über mehrere Wochen die Abfrage in allen Klassen gemacht, um auch zu ermitteln, welche Klasse CO2-König wird, wer also am wenigsten CO2 verursacht.

Fragebogen: Wie bist du heute zur Schule gekommen?

Nach einigen Wochen erreichte die Schule ein tolles Ergebnis:

Wie kommst du zur Schule?  – Mittwoch 02.04.2014

Absoluter Rekord: nur noch 9 Kinder werden mit dem

                               Auto zur Schule gebracht!

Im Herbst 2015 nahm das Energieteam das Projekt „Zu Fuß zur Schule“ wieder auf. Mit Infomaterial vom Deutschen Kinderhilfswerk und dem Ver-kehrsclub Deutschland machten sie auf die Aktion aufmerksam.

Vom 21.09. – 02.10.2015 fragten die E-Team Mitglieder täglich in den Klassen die Zahl der Kinder ab, die vorbildlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus zur Schule gekommen waren. Die Höchstzahl von 107 Kindern (von 132) wurde in der 2. Woche erreicht. Es kamen nicht nur die Kinder aus dem Dorf, sondern auch aus dem Industriegebiet und den anderen Ortsteilen. Sie mussten dabei die B 214 überqueren bzw. hatten weite Schulwege ohne ausgewiesene Radwege. So sparten wir viele Tonnen CO2 und schonen die Umwelt.

 

Stolz auf dieses Ergebnis machte das Energie-Team bei der Klimabotschafter-Kampagne mit. Sie wollten sich nicht nur für den regionalen, sondern auf für den globalen Klimaschutz einsetzen. So schickten sie ihre Klimabotschaft über Berlin an die deutsche Delegation für den UN-Klimagipfel in Paris.

 

Modul  Müll: Abfall oder Wertstoff? 

Im Schuljahr 2014/15 beschäftigte sich das Energie-Team mit dem Thema Müll: „Was passiert eigentlich mit dem Müll an unserer Schule?“

In allen Klassen wird er bereits sortiert: gelber Eimer für Kunststoffe, schwarzer Eimer für Reststoffe und ein grüner Eimer für Papier. Damit keine Fehler beim Sortieren passieren, beklebten sie die Eimer mit selbstgemalten Bildern zur richtigen Erkennung.

Dann befragten sie den Hausmeister. Der füllt den sortierten Müll in verschiedene Mülltonnen, die dann von der AWIGO aus Osnabrück abgeholt und verwertet werden. Ein Teil des Mülls verbrennt auf der Deponie am Piesberg, es gibt eine Kompostanlage, Altpapier wird ge-sammelt und eine Recyclinganlage arbeitet bei der Noller Schlucht.

Einen Tag sammelten die SchülerInnen den Müll in der Schule. Die ent-standene Müllmenge war sehr groß. Also kamen sie zu dem Schluss:

Müllvermeidung ist besser als Müllverwertung!

Sie informierten die MitschülerInnen und machten den Vorschlag, Getränke nur noch in Mehrwegflaschen und Frühstücksbrote nicht mehr in Papier oder Kunststoffbeuteln, sondern in einer Box mitzubringen.

Papier soll gespart werden, indem künftig viele Infos an die Eltern per Mail gesandt werden und auf der Homepage der Schule einzusehen sind.